WM-Fieber allewege! Deshalb gibt´s Scribito jetzt auch in der Original-Südafrika-WM-Stimmung-Version. Viel Spaß 
Huge und wie er die Welt sieht
WM-Fieber allewege! Deshalb gibt´s Scribito jetzt auch in der Original-Südafrika-WM-Stimmung-Version. Viel Spaß 
Als jemand, der bisher alle WM-Spiele gesehen habe, darf ich wohl sagen: och nee. Bis auf das deutsche Spiel und ein paar Minuten der Argentinier und Südkoreaner plätschert die Weltmeisterschaft träge vor sich hin wie der letzte Spieltag der Kreisliga C Detmold. Tore gibt es bisher kaum, große Leistungen auch nicht. In Ermangelung spielerischer Höhepunkte sucht man sich also in den Blättern und auf den Mattscheiben Redestoff abseits des Ballspiels, so dass wir seit heute leider auch wissen, was Cristiano Ronaldo in seiner Freizeit macht.
Bevor ich hier in Grund und Boden kommentiert/gedacht werde: ich weiß, dass darüber schon zu viel geredet und geschrieben worden ist und man ja auch kein Wasser in den Rhein schütten soll. Aber ein paar kommentierende Worte sollten doch erlaubt sein.
1. Die Vuvuzelas
Nie war der Sound einer WM so charakteristisch wie in Südafrika. In jedem Stadion hört man lediglich ein monotones Summen als Resultat tausender Vuvuzelas, wo normalerweise Fangesänge, beglückte oder entsetzte Aufschreie oder das vielzitierte "Raunen" erklingen. Und weil der kolonialerfahrene Europäer solcherlei Lärm nicht gewöhnt ist, fordert er sofort: Nehmt dem Neger die Tröte weg. Wie arrogant ist das denn? Kann man nicht für vier Wochen die Kultur eines anderen Kontinents akzeptieren, auch wenn sie "nervig" ist? Live sind die Dinger tatsächlich verdammt laut, aber im Fernsehen geht es problemlos. Und dass bei der Bild-Zeitung seit Freitag jedes zweite Wort im WM-Zusammenhang "Trööt" heißt, ist einfach ein Armutszeugnis.
2. Die Reichsparteitags-Affaire
Irgendwas muss in der Halbzeit des Spiels Deutschland – Australien bei ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein ausgesetzt haben, als sie das Tor von Miro Klose als "inneren Reichsparteitag" bezeichnete. Der Ausdruck wird in der Tat ab und zu benutzt, was es aber nicht besser macht. Als Moderatorin im öffentlich-rechtlichen TV muss einer ausgebildeten Journalistin vor 28 Mio. Zuschauern etwas Besseres einfallen. Trotzdem darf man auch hier ruhig mal halblang machen. Die Wortwahl war extremst unglücklich, aber im Zweifelsfall sollte das kein Grund sein, die Karriere einer hoffnungsvollen jungen Sportmoderatorin in den Staub zu treten. Gut, dass wir drüber gesprochen haben, aber jetzt darf man das Thema auch wieder zu den Akten legen.
Über keine andere Mannschaft weiß man so wenig wie über Nordkorea. Aber was man über sie weiß, ist so wissenswert, dass es hier unbedingt explizit erwähnt werden muss. Die Teilnahme Nordkoreas an den Sportfestspielen des kapitalistischen Auslands nämlich funktioniert nach seiner eigenen Logik. Bereits vor der WM hat der Verbandspräsident als Ziel ausgegeben: "Nordkorea wird die WM gewinnen. Dies wird uns dank der großartigen Unterstützung unseres geliebten Führers Kim Jong-Il gelingen." Dazu muss man wissen, dass die Mannschaft zu den wahrscheinlich schwächsten der 32 Teams gehört.
Um die Chancen zu verbessern, wollte der Trainer vor dem Turnier einen Stürmer als Torwart getarnt nominieren, um im Angriff mehr Alternativen zu haben. Das wurde aber von der FIFA verhindert. Fans haben die Asiaten übrigens auch. Die 2000 Schlachtenbummler kommen aber keineswegs aus der Heimat, sondern sind gekaufte Chinesen – alle Nordkoreaner haben Ausreiseverbot. Aufgrund diplomatischer Verwicklungen mit Nachbar Südkorea, von dem man ursprünglich die Fernsehbilder übernehmen sollte, gibt es theoretisch nichts von der WM in Nordkorea zu sehen. Praktisch allerdings haben die gewieften Techniker des kommunistischen Staates allerdings einen Weg gefunden, die Bilder des südkoreanischen Fernsehens abzufangen und in ihr Land zu übertragen. (Hochinteressant wäre es, mehr über die Berichterstattung zur WM in Nordkorea zu erfahren. Ich glaube fast, dass dort Nordkorea tatsächlich Weltmeister wird.)
Und bevor Oliver Kahn das nächste Mal von Druck spricht: damn it, unter Druck stehen sie tatsächlich. 1966, als Nordkorea erstmals bei einer WM teilnahm und sogar sensationell Italien aus dem Turnier schoss, wanderten nach der WM mehrere Spieler in Arbeitslager, weil sie den "geliebten Führer" enttäuscht hatten. Sportlich allerdings haben die Nordkoreaner schon für die erste Überraschung gesorgt: gegen Brasilien verloren sie zwar 1:2, hielten aber mehr als 45 Minuten lang sehr gut mit.
"Was aber bleibt / stiften die Dichter", wissen wir von Hölderlin. Deshalb sollen während der WM hier in loser Reihenfolge Gedichte erscheinen, die Fußball zum Thema haben. Gibt es so etwas? Gewiss, das beste Gedicht der Welt auf Fußball zu interpretieren, ist recht weit ausgeholt. Aber es gibt sie. Die meisten sind humoristischer Natur, dazu kommt, dass ganze Generationen von großen Dichtern den Fußball noch nicht kannten bzw. nicht so wahrnahmen wie wir heute. Aber ihr werdet ja sehen … Hier ist Teil 1.
Fußball (nebst Abart und Ausartung)
Der Fußballwahn ist eine Krank-
heit, aber selten, Gott sei Dank!
Ich kenne wen, der litt akut
an Fußballwahn und Fußballwut.
Sowie er einen Gegenstand
in Kugelform und ähnlich fand,
so trat er zu und stieß mit Kraft
ihn in die bunte Nachbarschaft.
Ob es ein Schwalbennest, ein Tiegel,
ein Käse, Globus oder Igel,
ein Krug, ein Schmuckwerk am Altar,
ein Kegelball, ein Kissen war,
und wem der Gegenstand gehörte,
das war etwas, was ihn nicht störte.
Bald trieb er eine Schweineblase,
bald steife Hüte durch die Straße.
Dann wieder mit geübtem Schwung
stieß er den Fuß in Pferdedung.
Mit Schwamm und Seife trieb er Sport.
Die Lampenkuppel brach sofort.
Das Nachtgeschirr flog zielbewußt
der Tante Berta an die Brust.
Kein Abwehrmittel wollte nützen,
nicht Stacheldraht in Stiefelspitzen,
noch Puffer, außen angebracht.
Er siegte immer, 0 zu 8,
und übte weiter frisch, fromm, frei
mit Totenkopf und Straußenei.
Erschreckt durch seine wilden Stöße,
gab man ihm nie Kartoffelklöße.
Selbst vor dem Podex und den Brüsten
der Frau ergriff ihn ein Gelüsten,
was er jedoch als Mann von Stand
aus Höflichkeit meist überwand.
Dagegen gab ein Schwartenmagen
dem Fleischer Anlaß zum Verklagen.
Was beim Gemüsemarkt geschah,
kommt einer Schlacht bei Leipzig nah.
Da schwirrten Äpfel, Apfelsinen
durch Publikum wie wilde Bienen.
Da sah man Blutorangen, Zwetschen
an blassen Wangen sich zerquetschen.
Das Eigelb überzog die Leiber,
ein Fischkorb platzte zwischen Weiber.
Kartoffeln spritzten und Zitronen.
Man duckte sich vor den Melonen.
Dem Krautkopf folgten Kürbisschüsse.
Dann donnerten die Kokosnüsse.
Genug! Als alles dies getan,
griff unser Held zum Größenwahn.
Schon schäkernd mit der U-Boots-Mine,
besann er sich auf die Lawine.
Doch als pompöser Fußballstößer
Fand er die Erde noch viel größer.
Er rang mit mancherlei Problemen.
Zunächst: Wie soll man Anlauf nehmen?
Dann schiffte er von dem Balkon
sich ein in einen Luftballon.
Und blieb von da an in der Luft,
verschollen. Hat sich selbst verpufft. -
Ich warne euch, ihr Brüder Jahns,
vor dem Gebrauch des Fußballwahns!
Joachim Ringelnatz
Endlich startete auch die deutsche Elf in die WM 2010 – und wie! Mit einem 4:0 über Australien und einer nahezu makellosen Leistung wachsen die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Turnier.
Vor dem Anpfiff ist sie dann doch da, die Nervosität und das Kribbeln. Das Leipziger Zentralstadion, wo die größte Public-Viewing-Veranstaltung der Stadt stattfindet, ist eher mäßig gefüllt, die Vorfreude aber greifbar. Nach der Nationalhymne geht es endlich los. Die ersten fünf Minuten verlaufen recht ereignislos, bis auf eine erste gefährliche Aktion der Australier, die Lahm abblockt. Dann aber zünden Jogis Jungs den Turbo. Zuerst konnte Schwarzer noch gegen Klose abwehren, dann aber ein herrlicher Pass von Müller auf die andere Seite des Strafraums, wo Podolski mit seinem linken Hammer einnetzt. 1:0 für Deutschland, ein Traumstart. Im Zentralstadion liegen wir uns in den Armen.
In dem Tempo geht es weiter. Nach einigen vergebenen Möglichkeiten schießt die fast ungestört aufspielende deutsche Mannschaft das zweite Tor: der umstrittene Miroslav Klose ist nach einer Lahm-Flanke vor Schwarzer am Ball und köpft das 2:0. Zwischen der 25. und 35. Minute hat die DFB-Elf ihre vielleicht stärkste Phase mit einem kreativen Özil, einem beweglichen Müller, einem souveränen Schweinsteiger. Ein Lupfer von Özil wird nur wenige Meter vor dem leeren Tor noch geklärt.
Die 2:0-Führung ist für Deutschland nur kurzzeitig ein Grund, einen Gang zurückzuschalten. Durch eine sehr harte rote Karte gegen Tim Cahill verliert Australien auch noch seinen einzigen echten Stürmer, Deutschland bekommt noch mehr Platz und Möglichkeiten. Thomas Müller versetzt am Strafraum einen Australier und schickt den Ball so passgenau ins linke Eck, als hätte er in seinen 20 Lebensjahren nie etwas anderes gemacht, als vor 60.000 Zuschauern bei einer Weltmeisterschaft zu spielen. Der eingewechselte Cacau hat schließlich wenig Mühe, nach einem Querpass von Özil das 4:0 zu schießen.
Anscheinend hat Jogi Löw wieder einmal alles richtig gemacht. Lukas Podolski und Miroslav Klose, in ihren Vereinen viel geschunden, haben das Vertrauen mit Toren zurückgezahlt. Auch Thomas Müller, der kurzfristig für Piotr Trochowski in die Startelf rutschte, gehörte zu den herausragenden deutschen Spielern. Wirkliche Kritik am deutschen Spiel gibt es eigentlich nicht, es war ein grandioser Auftakt. Australien allerdings gehört offensichtlich nicht zu den großen Herausforderungen dieses Turniers, schon mit Serbien und Ghana warten schwerere Gegner. Bis dahin sei die Freude über einen begeisternden ersten WM-Auftritt erlaubt.
Es gehört zu den großen, bisher unerklärlichen Phänomen der Fußballwelt: seit Gordon Banks, der seine Nationalmannschaftskarriere 1972 beendete, stehen fast ausschließlich Fliegenfänger im englischen Tor. In schöner Regelmäßigkeit produzieren diese mal lustige, mal tragische Patzer. Eine kleine Sammlung der schönsten und wohl auch bekanntesten Beispiele.
Es gibt noch einige mehr, herrlich auch der Ausflug von David James. Robert Green befindet sich also in guter Gesellschaft – ein schwacher Trost.
1. Vier Jahre liegt jetzt das Sommermärchen bei der WM in Deutschland zurück. Welche Erinnerungen hast du noch an die letzte Weltmeisterschaft, welches waren die prägendsten Erlebnisse?
Die größten emotionalen Momente waren das 1:0 in der Nachspielzeit gegen Polen und das Elfmeterschießen gegen Argentinien. Das wird mich wohl einige Lebensjahre gekostet haben.
2. Am 11. Juni ist es dann soweit. Zum ersten Mal findet eine Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent statt. Es wurde im Vorfeld viel über Sicherheitsaspekte und mangelnde Infrastruktur gesprochen. Glaubst du trotzdem, dass die WM ein friedliches und buntes Spektakel wird?
Ich denke schon. Zugegebenermaßen war ich auch lange skeptisch, gehe aber davon aus, dass alles gut gehen wird und wir, bis auf ein paar kleinere Zwischenfälle vielleicht, ein unkompliziertes Turnier erleben.
3. Und wie groß ist die Vorfreude dieser Tage bei dir selbst?
Ehrlich gesagt: die ganz große WM-Stimmung fehlt noch. Das liegt vor allem an all den Verpflichtungen des Alltags, den zu lesenden Texten, zu lernenden Theorien, nicht zu vergessenden Treffen, usw. Daher habe ich auch die Befürchtung, dass die WM-Stimmung selbst in diesem Jahr nicht so groß ausfallen wird, leider. Es ist zu viel nebenher, was man nicht einfach ausblenden kann.
4. Kommen wir mal zur Nationalmannschaft. Jogi Löw nimmt ein sehr junges Team mit nach Südafrika. Viele Spieler absolvieren ihre erste WM. Bist du zufrieden mit der Spielerauswahl oder wer hätte deiner Meinung nach unbedingt mitkommen müssen oder zuhause gelassen werden?
Michael Ballack wäre natürlich nicht schlecht gewesen
Und Kevin Kuranyi hätte ich persönlich mitgenommen, wie ich auch insgesamt einige Personalentscheidungen Löws in seiner Amtszeit fragwürdig fand. Insgesamt aber kann ich gut mit dem Kader leben und hoffe, dass auch die Jungs, die in den vergangenen Wochen eher wenig gezeigt haben, in Form kommen.
5. Michael Ballack fehlt Deutschland wegen seiner Verletzung aus dem FA-Cup-Finale. Danach ging eine kleine Apokalypse durch Fußball-Deutschland. Alles nur Pessimismus und Panik oder ist die Nationalelf ohne Ballack wirklich so viel schlechter?
Natürlich fehlt ohne Ballack eine wichtige Person auf und neben dem Platz. Auch in der Offensive wird Ballacks Kopfballstärke nach Standards, die schon manch schwaches Spiel gerettet hat, vermisst werden. Trotzdem hat Sami Khedira bereits gezeigt, dass er auf der Doppel-Sechs zwar kein gleichwertiger, aber hochwertiger Ersatz ist. Außerdem befindet sich Schweinsteiger in der Form seines Lebens und wird evtl. einen großen Schritt in Richtung Ballack-Nachfolger tun.
6. Miroslav Klose hängt schon seit vielen Spielen seiner Form meilenweit hinterher. Wenig Spielpraxis in der Bundesliga bei den Bayern, in der Nationalmannschaft häufig ohne jede Bindung zum Spiel. Muss Klose auf der Bank Platz nehmen?
Von der Leistung her wäre es durchaus gerecht. Klose hat aber in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass er einer der Stürmer ist, die aus dem Nichts treffen können mit ihrem Torinstinkt und seiner Kopfballstärke, die ich bei den anderen Stürmern nicht so stark sehe. Ich bin also gespannt, wie Löw entscheidet.
7. Manuel Neuer als Nummer 1 bei der WM für Deutschland im Tor – die richtige Entscheidung?
Unbedingt. Neuer ist ein großartiger Torwart mit tollen Reflexen und einem guten Spielverständnis. Tim Wiese hätte es vielleicht auch verdient gehabt, aber ihm fehlte die Bindung ans Team noch mehr als Neuer nach dem Ausfall von Adler. Und Butt, naja …
8. Auf welches Team und auf welche Spieler freust du dich besonders bei dieser WM?
Sehr gespannt bin ich, ob es wirklich das Turnier des Lionel Messi wird. Oft war es in den vergangenen Jahren ja eher so, dass die großen Stars nach der anstrengenden Saison eher schlapp spielten. Und ich freue mich auf Spanien, denn die haben mich bei der EM mit ihren Spielern und ihrer Spielweise absolut begeistert.
9. Wer ist dein Weltmeister-Tipp? Und wer ist dein Geheimfavorit?
Mein Favorit ist Spanien – ich glaube, dass die Spanier in der Zusammensetzung derzeit ein nahezu perfektes Team haben, siehe Euro 2008. Dahinter Argentinien, vor allem natürlich wegen Messi. Wobei ich gar nicht wissen will, was Maradona abzieht, wenn er Weltmeister wird. Geheimfavorit ist England, vielleicht schafft es Capello aus den Stars ein erfolgreiches Team zu formen.
10. Wie weit kommt die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika?
Im Achtelfinale könnte es schon eng werden, wenn wir auf England treffen. Der Erfolg der Nationalmannschaft wird also auch von den Konstellationen der anderen Gruppen abhängen. Mal ganz objektiv halte ich das Viertelfinale für realistisch und mit etwas Glück das Halbfinale.
11. Für welches andere Team neben Deutschland drückst du noch die Daumen?
Für den gastgebenden Kontinent und evtl. auch die Stimmung im Turnier wäre es natürlich schön, wenn die afrikanischen Mannschaften nicht alle in der ersten Woche ausscheiden …
12. Zahlreiche Stars werden verletzt bei der Weltmeisterschaft fehlen, viele gute Spieler, wie Torres, Fabregas oder auch Rooney, schleppten im Vorfeld der WM Verletzungen mit sich rum. Viele Stars nicht da, viele vielleicht nicht ganz fit. Sehen wir eine eher von der spielerischen Seite mäßige WM?
Ich werde auf jeden Fall viele der Stars sehr vermissen. Für jemanden, der sonst den internationalen Fußball nur über das geschriebene Wort verfolgt, ist so eine WM eine der wenigen Möglichkeiten, die besten Spieler der Welt mal in Aktion zu erleben. Dennoch erwarte ich natürlich eine hochklassige WM, denn dort treffen die besten Spieler und besten Mannschaften aufeinander.
13. Wo verfolgst du die Spiele der Weltmeisterschaft? Hast du für das Deutschland-Spiel am Freitag, 18. Juni, gegen Serbien Urlaub genommen?
Mit Freunden, allein zu Hause, beim Public Viewing und vielleicht fahr ich auch mal nach Berlin. Natürlich bei ARD/ZDF. Und für das Serbien-Spiel hat Herr Prof. HJS die Vorlesung (nicht ganz uneigennützig) ausfallen lassen.
14. Günter Netzer oder Franz Beckenbauer?
Nun ja, wenn es denn sein muss: Günter Netzer. Seine kleinen Gefechte mit Gerhard Delling sind Kult und man muss ja mal sagen: er kennt die Mannschaften, die Spieler, er kennt sich aus. Franz Beckenbauer spricht schon mal von "dem Schwarzen da".
15. Bela Rethy oder Marcel Reif?
Marcel Reif. Für mich der beste Kommentator, wie ich immer wieder feststelle, wenn ich ihn mal höre. Leider nur sehr selten.
16. Es ist die letzte WM für Günter Netzer als Experte in der ARD. Was denkst du gibt es als Abschiedsgeschenk von Gerhard Delling?
Keine Ahnung – einen Friseurgutschein?
17. Für alle Blogger unter uns: Was planst du an WM-Berichterstattung in deinem Blog?
Mal gucken, wie viel Zeit und Lust vorhanden sein wird. Ein WM-Tagebuch hatte ich mal angedacht, aber das wäre wohl auch zu viel des Guten. Ganz bestimmt wird es Gedanken und Kommentare zu den aktuellen Entwicklungen geben, auch zum Ereignis Fußball an sich, aber eher spontan.
18. Und hier ist noch Platz für Anmerkungen und Hinweise
Dort unten auf dem Fußballfeld ist nun der Mittelpunkt der Welt.
Aufgesammelt bei Abenteur Fussball. Zum Mitnehmen.
Nein, es handelt sich nicht um eine Sangeseinlage des Huge, auch wenn der Titel das nahelegen mag. Vielmehr seht ihr oben ein Lied, auf das ich mal hinweisen wollte, da es (nur der Clip und nur zu einem winzigen Teil) aus Material besteht, das ich dem Sänger zur Verfügung gestellt habe. Deshalb kommt mein YouTube-Nick auch im Abspann vor.
Zweifellos haben Fußballlieder vor der WM wieder Hochsaison, mal mit mehr, mal mit weniger ohne Substanz. Die Zeiten, in denen die Mannschaft den Soundtrack zum Turnier noch selbst lieferte, sind ja (leider?) vorbei. Zu den wahrscheinlich versiertesten Wortkünstlern, die sich seit Jahren fußballerischen Großereignissen widmen, gehören Kunstrasen. Die Hip-Hop-Band hat gemeinsam mit der Jon Donson Crew den Song "Löwparade" aufgenommen. Für mich eine kleine Enttäuschung, denn an die Vorgänger "Fest der Feste" und "Titel Nummer vier" reicht der neue Song nicht heran. Oliver Pocher hat es geschafft, mit "Wir gehen nur zurück, um Anlauf zu nehmen" einen noch profaneren Text aufzubieten als bei seinen vorherigen Songs.
Schmand hat übrigens nebenan noch ein nettes Lied mit lustigem Video von Basta ausgegraben. Über Shakira und diesen Typen aus Afrika soll hier nicht geredet werden, denn was die mit Fußball zu tun haben … das wissen nur Sepp Blatter und Coca Cola.
In gar nicht so stiller Vorfreude: noch vier Tage.
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