Hallo aus Hamburg! Einer Stadt, die es selbst im grauesten Herbst und bei möglicherweise typischem Regenwetter mit jeder anderen aufnehmen kann. Im Übrigen auch bei den Wohnungspreisen, aber das ist eine andere Geschichte. Nach Hamburg zu ziehen (und hier erstmal bleiben zu wollen), dafür gibt es vor allem zwei Gründe: zwei wunderbar schöne Flüsse – ich bin ein Fan von Wasser in der Stadt. Und: Von hier kommt so ziemlich die beste Musik, die es in Deutschland gibt.
So kommt es, dass der Huge mindestens in seinen ersten vier Wochen durch die neue Heimat läuft und in seinem Kopf alle zehn Minuten ein neues Lied spielt. Am ersten Tag in der Uni "Ich bin neu in der Hamburger Schule" von den Tocotronen, bei den halbstündigen Fahrten in viel zu vollen Bussen und mit viel zu dunklen Gedanken Kettcars wunderschöne Zeile "Aber lieber im Taxi weinen als im HVV-Bus". Beim Blick auf die Kräne am Horizont spricht die Seele "In Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung" (Bernd Begemann) und wenn das Telefon von zu Hause aus klingelt, heißt es "Wie siehts aus in Hamburg?" (Tomte). Und obwohl ich eigentlich noch zu jung bin für Element of Crime, träume auch ich gern von "einer Parkbank im Planten und Blomen und dem Mond über Altona" – was aber leider nicht online verfügbar ist.
Lukas Heinser hat in seinem Blog CoffeeandTV zum 10-jährigen Geburtstag des legendären Kettcar-Albums "Du und wieviele von deinen Freunden" einen wunderbaren Text darüber geschrieben, wie einen Musik durchs Leben begleitet. Das hätte auch von mir sein können:
Ich erinnere mich an meine erste Reise nach Hamburg und daran, wie ich am Hauptbahnhof “Du und wieviel von Deinen Freunden” einlegte und es auf der S-Bahn-Fahrt nach St. Pauli beinahe schaffte, dass “Landungsbrücken raus” an genau der richtigen Stelle lief.




