Mitte Mai 2010 wird man vielleicht noch einmal an diesen bitterkalten Montag Abend im März zurückdenken. Dann nämlich, wenn die Saison beendet ist und Arminia Bielefeld nicht auf einem Aufstiegsplatz steht, könnte das 0:1 gegen den Karlsruher SC das entscheidende Spiel gewesen sein.
Mit einem Sieg, egal wie, hätte Arminia wieder reale Chancen auf den Aufstieg, hätte die Krise des FC St.Pauli ausgenutzt, mit den Hamburgern gleichgezogen und den MSV Duisburg distanziert. Nichts von alledem geschah. Aus gutem Grund: gestern war nichts da, was einen potentiellen Aufsteiger ausmacht. Keine Torgefährlichkeit, kein Kampf, keine Ideen, kaum Chancen. Dieses Spiel war der vorläufige Tiefpunkt einer Entwicklung, die seit dem Rückrundenbeginn fast auschließlich schwache Spiele (von denen wenigstens einige glücklich gewonnen wurden) hervorgebracht hat.
Die Stimmung ist schlecht in Bielefeld, seit zu der finanziellen Misere auch noch der sportliche Absturz hinzukommt. Neben einem Pfeifkonzert waren gestern auch „Gerstner raus“-Rufe zu hören. Der Aufstieg ist nun wohl kein realistisches Ziel mehr, eher ein Traum.
“Suppa!”

