Irgendwas muss ja jeder Blogger zur aktuellen iPad-Hysterie beisteuern, irgendwas. Ich könnte auch etwas schreiben, kenne mich aber erstens nicht so aus, werde zweitens mir so ein Ding nie leisten können und drittens steht das meiste schon irgendwo im Netz. Daher heute eine Spezialausgabe der Klickbefehle, die sich ausschließlich mit Apples neuestem Baby befasst.
Der Journalist Peter Sennhauser wundert sich bei Netzwertig über die Ergebenheit seiner Zunft gegenüber Steve Jobs: "Wenn die auf eine der sorgfältig inszenierten Ankündigungen von Steve Jobs mit Applaus oder sogar Jubel reagierten (“Boom! Copy, und Paste! Auf dem iPhone!”), als ob gerade ein Impfstoff gegen Krebs und nicht die längst überfällige Korrektur an einem Produkt präsentiert worden wäre, dann lief es mir jedesmal kalt den Rücken runter: Das sind Leute, die (größtenteils) dafür bezahlt werden, kritisch zu denken."
Konrad Lischka bekundet bei Spiegel Online, er wolle seiner Oma liebend gern ein iPad kaufen, brauche aber selbst keines: "Mit einem iPad könnte sie sich anfreunden, glaube ich. Das Gerät ist sehr reduziert – kein Multitasking, keine aufwendige Bildbearbeitung. Lange Texte will ich damit nicht schreiben, schon gar nicht, wenn ich parallel mehrere Dokumente als Quellen einsehen muss. Meine Oma will so etwas aber nicht."
Bei Mashable kann man nachlesen, was dem iPad so alles zur Revolution fehlt und kommt zu dem recht diplomatischen Fazit: "Before this thing wins your hard-earned dough, make sure you know what its limitations are." Stefan Laurin notiert bei den Revierbaronen: "Als ich das erste Bild vom iPad sah wurde ich nicht ohnmächtig", stellt aber die Vorteile heraus: "Es ist ein Coffeetable-Computer, man kann es überall hin mitnehmen, morgens die Zeitung, die ich erst wieder abonnieren werde, am Frühstückstisch lesen [...] und ich kann endlich gemütlich PDFs und eBooks auf der Couch und im Bett lesen."
Und was sagt eigentlich der Führer dazu?
“Suppa!”

